Etwas Naturgeschichte

Das heute noch vorherrschende Siedlungsbild hat mit der jüngeren Naturgeschichte des Tales zu tun. Mit dem Abziehen der im Hochglazial etwa bis zu 1000 m mächtigen Gletscher entstanden an einigen Stellen im Gsieser Tal Vertiefungen und Mulden bis teilweise hinunter zum felsigen Untergrund.

Man nimmt an, dass die Felstalsohle in Pichl ca. 150 m unter der heutigen Talsohle liegt und nach und nach durch Ablagerungen aus den zufließenden Gewässern (besonders Gsieserbach, Mühlbach, Finsterbach) mit Material bis zur heutigen Höhe aufgefüllt wurde. Dabei wurde der freie Abfluss des Wassers immer wieder durch enorme Aufschüttungen aus Erdrutschen von den Seitenhängen (in Pichl besonders "Mairgisse" und "Rudlgisse") behindert, so dass es mehrmals zu einem Rückstau der Gewässer, zu Seebildung, Einebnung und starken Versumpfungen kam. Teile der Talsohle waren in Pichl über Jahrtausende versumpft (im Fall "Gruber Moor" nachweislich über 4.000 Jahre) und daraus erklärt sich der angesprochene Zusammenhand der Naturgeschichte mit dem Siedlungsbild, nämlich der Ansiedlung des Menschen um diesen "Sumpfboden" herum.

Versuche einer Entsumpfung wurden durch Tieferlegen des Bachbettes bereits 1870 und erneut 1930 gemacht. In größerem Umfang gelang die Gewinnung intensiv nutzbarer Flächen jedoch erst im Zuge der Bachverbauung nach den Überschwemmungen von 1963 und 1966, wenig später durch die Neutrassierung der Straße und in den letzten Jahren durch umfassende Bodenverbesserungsarbeiten. Nur einige kleinen schützenswerte Reste (Weitrieser Moor, Kohler Moor, Gruber Heide) geben noch Zeugnis von längst vergangenen Zeiten.

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