2009 Auftragskomposition "Nikolaus Amhof" - Gedenkveranstaltung beim alten "Keil" in Pichl

Gedenkveranstaltung in Erinnerung an "Nikolaus Amhof"

2009_Gedenkveranstaltung_01Am 5. und 6. September 2009 luden die Schützenkapelle Pichl, Schützenkompanie Pichl und die Schützengilde Nikolaus Amhof zu einem Wochenende ganz im Zeichen des Gedenkens an den Hauptmann und Keilwirt Nikolaus Amhof. Für die Pichler Bevölkerung ist der "Keil Nickl" ihr Freiheitskämpfer.

Amhof wurde am 9. Dezember 1770 als Sohn des Johannes Amhoff und Maria Kamelger im Weiler Durnwald geboren. Nikolaus Amhof, der Keilwirt von Pichl war Schützenhauptmann im Jahre 1809 und führte die Gsieser- und Oberpustertaler Stürmer Anfang Dezember an der Lienzer Klause. Nikolaus Amhof wurde am 9. Jänner 1810 in Niederdorf von den Franzosen erschossen.

2009_Gedenkveranstaltung_02Am Samstag wurden die Feierlichkeiten nach dem Einzug der Schützenkapelle, der Ehrenformation des alten Gerichts Welsperg mit Schützen aus Pichl, Taisten, Niederdorf und Toblach mit einem Festakt begonnen. Nach den Grußworten von Bezirksmajor Heinrich Seyr, Bürgermeister Paul Schwingshackl und dem LH Stv. Hans Berger erinnerte Helmut Kritzinger in der Festansprache an die drei Bergisel-Schlachten und den Einsatz der Gsieser Freiheitskämpfer.

2009_Gedenkveranstaltung_03Anschließend wurde die neue Gedenktafel enthüllt, die Broschüre, Gedenkmünze und der mit großem Arbeitsaufwand ausgearbeitete Stammbaum vorgestellt. Zum Abschluß der Feiern führten die Schützenkapelle Pichl und die Ehrenformation des Bezirksgerichtes Welsperg unter der Leitung vom Hauptmann Schwingshackl Kurt den "Großen Österreichischen Zapfenstreich" auf. Anschließend wurde im "Alten Keil" ein Trachtenball gefeiert.

Am Sonntag segnete Pfarrer Werner Mair in Anwesenheit von Pepi Fauster und Johann Hilber vom VSM, der Landtagsabgeordneten Maria Kuenzer sowie Leo Andergassen vom Landesamt für Denkmalpflege und Bürgermeister Paul Schwingshackl das von der Schützenkompanie Pichl restaurierte Keiler Kirchl und die restaurierte Fahne der Schützenkapelle Pichl, ehe die Gedenkfeier mit einem Frühschoppen ausklang.

Frühjahrskonzert 2009 mit Uraufführung der Auftragskomposition

2009_Fruehjahrskonzert

Kapellmeister Thomas Schwingshackl hat zum Tiroler Gedenkjahr 1809-2009 das Programm mit ausschließlich Tiroler Komponisten zusammengestellt. Zur Eröffnung des heurigen Konzertes spielten die Musikanten aus Pichl das Stück "Hymne an Tirol" des aus Barbian stammenden Komponisten Norbert Rabanser. Spannende und Rythmische Blasmusik der heutigen Zeit konnten die Zuhörer beim Stück "Esprit" von Florian Pranger aus Nordtirol hören. Pranger ist in Pichl kein unbekannter, denn er hat vor zwei Jahren als Kapellmeister der Musikkapelle Inzing beim Keiler Kirchtag ein Konzert gespielt.

Nach dem Marsch Ite ad Lucem von Manfred Hechenblaickner kam es zum mit Spannung erwartetem Höhepunkt des heurigen Konzertes. Die Schützenkapelle Pichl hat dem Tiroler Landeskapellmeister Hermann Pallhuber einen Kompositionsauftrag erteilt. Diese Komposition sollte das Wirken des Pichler Freiheitskämpfers Nikolaus Amhof (Keilwirt) beschreiben. Dem Komponisten Pallhuber gelang es vorzüglich die Kämpfe an der Lienzer Klause bis hin zu seinem bitteren Ende, der Erschießung in Niederdorf durch die Franzosen in spannender, tiefgründiger Musik zu beschreiben. Er lies es sich nicht nehmen in einem dreitätigen Probenwochenende seine Komposition mit den Musikanten einzustudieren. Auch das Publikum im Vereinssaal von Pichl war vom Stück Nikolaus Amhof, wer die Heimat und die Freiheit liebt sehr angetan.

Mit der Komposition Dolomitenzauber vom ehemaligen Landeskapellmeister Sepp Thaler begann Kapellmeister Thomas Schwingshackl den Zweiten Konzertteil.Im Stück Reich der Dolomiten beschreibt Gottfried Veit die Schönheit unserer Bergwelt. Mit dem Walzer Abendstunden von Friedrich Brunner hatten wir die Ehre eine Uraufführung zu spielen. Brunner ist 1922 geboren und wohnt in Olang. Zum Abschluß des heurigen Konzertes spielten die Musikanten der Schützenkapelle den Marsch Mit vollen Segeln des Nordtirolers Klaus Strobl. Das zahlreich erschienene Publikum erklatschte sich zwei Zugaben.

2009_Fruehjahrskonzert_02Für 40jährige Mitgliedschaft bei der Schützenkapelle Pichl wurden die langjährigen Ausschussmitglieder Albert Ampfertaler (Obmann-Stellvertreter) und Bertrand Niederegger (Kassier) geehrt. Beide haben sich in dieser langen Zeit aktiv im Verein eingebracht.

Für die Jungmusikanten Thomas Seiwald (Schlagwerk) und Katrin Burgmann (Klarinette) war das Frühjahrskonzert ein besonderes Erlebnis, war es doch ihr erstes Konzert in den Reihen der Musikkapelle. Durch den Abend führte Ester Stoll.

Auftragskomposition und Probenwochenende

2009_Probenwochenende_Hermann_PallhuberDie Musikanten und Musikantinnen haben sich von Freitag, 20. März bis Sonntag 22. März 2009 zu einem intensiven Probenwochenende im Probelokal von Pichl getroffen. Als Referent konnte auch heuer wieder der Tiroler Landeskapellmeister und Komponist Herrmann Pallhuber gewonnen werden. Herrmann Pallhuber präsentierte das Stück "Nikolaus Amhof, wer die Heimat und die Freiheit liebt", eine Komposition zum Tiroler Gedenkjahr, welches die Schützenkapelle bei ihm in Auftrag gegeben hat.

2009_Probenwochenende_Hermann_Pallhuber_02Der Komponist konnte die neugierigen Musikanten schnell von seiner Komposition überzeigen. Nikolaus Amhof, der "Keilwirt" von Pichl war Schützenhauptmann im Jahre 1809 und führte die Gsieser- und Oberpustertaler Stürmer Anfang Dezember an der Lienzer Klause. Nikolaus Amhof wurde am 9. Jänner 1810 in Niederdorf von den Franzosen erschossen. Herrmann Pallhuber hat diese Zeit in einer sehr spannenden und tiefgründigen Komposition in Musik verarbeitet.

Wir Musikanten haben mit dem Komponisten in diesen drei Tagen in Voll-,Teil- und Registerproben an diesem Werk geprobt. Bei diesem Probenwochenende konnten wir Musikanten vom Fachwissen des Tiroler Landeskapellmeisters Herrn Pallhuber auch heuer wieder sehr viel lernen.

Drei-Königs-Konzert mit Musikanten der drei Gsieser Musikkapellen

2009_Gemeinschaftskonzert_LogoIn der Adventzeit haben sich Musikanten der Schützenkapelle Pichl, Pater Haspinger Kapelle St. Martin und Feuerwehrkapelle St. Magdalena erstmals zu Proben für das bevorstehende Gemeinschaftskonzert getroffen. Mitspielen konnte jeder Musikant der drei Gsieser Musikkapellen der daran interessiert war. Die Leitung übernahm Hans Pircher aus Lienz. Mit seinem Fachwissen und seiner sympatischen Art wurden die Proben für alle teilnehmenden Musikanten zu einem Erlebnis.

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit war es am Dreikönigstag in St. Martin endlich soweit. Mit dem Musikstück "Towermusic" haben die Musikanten das Publikum im vollbesetzen Saal des Bürgerhauses von St. Martin Gsies begrüßt. Das Stück "Towermusic" wurde von Jean-Francois Michel im Charakter von Blechbläser-Fanfarenmusik geschrieben und eignete sich somit besonders dieses Konzert zu eröffnen.

Originale Blasmusik der heutigen Zeit konnten die Zuhörer beim Stück "A Festival Prelude" des Amerikanischen Komponisten Alfred Reed hören. Das Stück "Alpina Saga" beschreibt das Leben der Menschen in den Bergen. Dieses beeindruckende Hauptwerk des ersten Teils wurde vom oberösterreichischen Komponisten Thomas Doss komponiert. Markus Gietl spielte im Stück "La fille aux cheveux de lin" von Claude Debussy überzeugend das Flugelhorn-Solo in einem weichen, der französischen Musik angepasstem Vortrag. Mit der "Overture for Woodwinds" für Holzbläser ist es dem Kapellmeister hervorragend gelungen, die verschiedenen Klangfarben der unterschiedlichen Holzblasinstrumenten zu präsentieren. Als letztes Stück vor der Pause stand der Marsch "Mercury" von Jan van de Roost auf dem Programm.

Komponisten aus Alt-Österreich standen im Mittelpunkt des zweiten Konzertteils, welcher mit dem Stück "Polonaise Es-Dur" von Antonin Dvorák eröffneten wurde. Besonders in Szene setzten konnten sich die Musikanten bei der "Heimatland Ouverture", einer spritzigen, spannenden, aber schwierigen Ouverture des tschechischen Komponisten Jindrich Pravecek. Nach dem "Florentiner Marsch" von Julius Fucik konnten die Zuhörer den Walzer "Gold und Silber" von Franz Lehar genießen. Mit dem Marsch "Gruß aus Wien" wurde der offizielle Teil dieses Konzertes beendet.

Der Konzertsprecher Rudi Gamper verstand es in seiner bewährten Art durch den Abend zu führen. Nach diesem gelungenen Auftritt fand am Samstag, 10. Jänner 2009 ein zweites Konzert im Nachbartal Villgraten in Osttirol statt. Neben dem musikalischen Mehrwert haben diese Konzerte besonders dazu beigetragen die Kontakte unter den Gsieser Musikanten zu fördern.

2009_Gemeinschaftskonzert_1 Hans Pircher aus Lienz leitete das gemeinsame Dreikönigskonzert
2009_Gemeinschaftskonzert_2 Der Solist Markus Gietl
2009_Gemeinschaftskonzert_6 Musikanten der drei Gsieser Musikkapellen beim gemeinsamen Dreikönigskonzert

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