In einem ruhigen, langen Strom fließen Melodien. Miteinander. Auseinander. Ineinander. Mit Kopf, Herz und Händen lassen Musizierende farbige und vielfältige Klangwelten entstehen, tauchen in die Welt der Musik, vergangener - traditioneller und zeitgenössisch - moderner Zeiten, ein und lassen diese für sich sprechen; mit Begeisterung und Freude, Leidenschaft und Gefühl, Musik auszudrücken und zu erleben.
Einen derartigen Tag des Musikerlebens verkörpert der diesjährige achte Landeswettbewerb „Spiel in kleinen Gruppen“. Bläser aus ganz Südtirol, verschiedener Altersgruppen, stellen sich am Samstag, den 11. Februar den geschulten Ohren und erwartungsvollen Augen der Juroren Max Bauer, Martin Steinkogler,Gottfried Veit und Michael Cede und hüllen Auer in eine musikalische Klangwolke. Erneut scheut auch ein Holzbläserquartett der Schützenkapelle Pichl keine Mühen den Kampfgeist aufzunehmen, aus der Faszination heraus sich an dem heutigen Bläserniveau zu messen. Unter der Leitung von Christoph Schwarzenberger überzeugen die Teilnehmer Klemens Hintner und Arthur Seiwald auf der Klarinette, Hartmann Seiwald auf der Bassklarinette und Sarah Hintner auf der Querflöte, die Wertungsrichter mit wohlklingenden Interpretationen von Werken verschiedener Epochen und Stilrichtungen und erspielen 91,67 Punkte. Max Bauer hebt vor allem die geschickte Programmwahl der Musikstücke, deren kraftvolle Interpretation und jene Tatsache hervor, dass es ihnen gelungen sei, einen sonoren Klangteppich zu weben.
Mit nach Hause nimmt das Pichler Holzquartett nicht nur wertvolle Verbesserungsvorschläge seitens der Juroren, sondern auch die Erkenntnis, dass das Niveau der Südtiroler Blasmusik die letzten Jahre enorm angewachsen ist und stetig steigt. Will man dort mithalten, braucht es Ausdauer, Engagement und unermüdliches Üben, denn mit geringem Aufwand gibt es heutzutage keine Lorbeeren mehr abzuholen. Umso mehr wissen sie ihr Ergebnis zu schätzen, doch eines ist klar, „das nächste Spiel ist immer das schwerste.“ Das letztere Zitat eines ehemaligen deutschen Fußballtrainers unterstreicht wohl die Wichtigkeit des kontinuierlichen Trainings und lässt erahnen, dass die Herausforderung darin besteht, das Niveau nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern stets zu steigern. Wenn auch Sport und Musik an sich so verschieden sind, führen sie in diesem Punkt doch zusammen, auf Basis deraltbewährten Weisheit „Übung macht den Meister“.